Wendschott ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Das hat unseren Ort verändert und vielerorts auch an seine Grenzen gebracht. Besonders der historische Ortskern ist für das heutige Verkehrsaufkommen und den regelmäßigen Busverkehr nicht ausgelegt. Die Folgen sind für viele Anwohner spürbar: beschädigte Straßen, zunehmender Verschleiß und teilweise sogar Risse an Gebäuden.
Deshalb sind wir der Meinung, dass zunächst die vorhandenen Potenziale genutzt werden sollten. In neu errichteten Wohngebäuden gibt es noch freien Wohnraum, der zunächst belegt werden sollte, bevor weitere Flächen versiegelt werden.
Wir sprechen uns deshalb gegen zusätzliche Neubaugebiete aus – insbesondere dann, wenn sie zulasten der bestehenden Infrastruktur oder der Bürgerinnen und Bürger gehen.
Ein aktuelles Beispiel ist die geplante Bebauung am Sportplatz. Nach den bisherigen Planungen soll der vorhandene Parkplatz verkleinert werden, ohne dass eine gleichwertige Alternative geschaffen wird. Schon heute reichen die Parkflächen bei Sportveranstaltungen kaum aus. Besucher weichen regelmäßig auf die Alte Schulstraße aus. Auch für die bestehenden Entsorgungscontainer ist bislang keine überzeugende Lösung erkennbar.
Wir sind nicht grundsätzlich gegen neue Wohnbebauung. Aber sie muss mit Augenmaß erfolgen und sich an den vorhandenen Gegebenheiten orientieren. Bevor neue Baugebiete entstehen, müssen die Infrastruktur, der Verkehr, ausreichend Parkmöglichkeiten und die Lebensqualität der Anwohner mitgedacht werden.
Unser Ziel ist ein Wendschott, das sich sinnvoll weiterentwickelt – ohne seinen dörflichen Charakter zu verlieren und ohne die Interessen der Bürger aus den Augen zu verlieren.